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    „Culture eats strategy for breakfast.”

„Culture eats strategy for breakfast.”

Montagmorgen – mein Blick schweift über den Main bzw. das Stückchen, welches von meinem Büro noch zu sehen ist, und ich denke über die wichtigen Fragen des Unternehmertums nach: Tun wir die Dinge richtig? Oder sind es überhaupt die richtigen Dinge, die wir tun?

Okay, ihr merkt schon, es wird philosophisch heute. Schließlich gibt es so einiges auf dieser Welt, über das es sich nachzudenken lohnt. So verbraucht die Menschheit aktuell 50 % mehr Ressourcen, als die Welt regenerieren kann. Nachhaltig ist das nicht, zumal wir nach immer weiterem Wachstum streben. Meine Unternehmerseele schreit natürlich auch nach Wachstum. Mein Gewissen meldet sich aber eben ab und an und zweifelt, ob 20 % Wachstum pro Jahr nachhaltig zur Verbesserung unseres Lebens und unserer Jobs beitragen. Kriegen wir das gehandelt? Bleibt da nicht ein Stück unserer Unternehmenskultur oder sogar Lebensqualität in Bezug auf die Work-Life-Balance auf der Strecke? Eine Befürchtung, die bis dato bei uns nicht Realität wurde, was unseren Mitarbeitern, den Führungskräften und zum Großteil auch unserer Marketingabteilung zu verdanken ist. Die sorgen für eine verbindliche Kommunikations-Etikette intern wie auch extern. Da wird Wert gelegt auf das tägliche Grüßen wie auch Verabschieden - und zwar jeden, egal ob Kollegen aus dem eigenen Bereich oder anderen Abteilungen oder auch den Handwerker, der grad zufällig über den Weg läuft. Besucher und Gäste werden zudem gastfreundlich empfangen und der Umgang miteinander ist freundlich und offen. Selbst mit Lieferanten und Beratern wird in Einkaufsgesprächen hart aber eben fair und immer respektvoll umgegangen. Das wird mir berichtet und entspricht auch meinen persönlichen Leitmotiven. So weiß jeder woran er ist und kann sich auf einen fairen Umgang verlassen. Das ist eben immens wichtig, wenn wir auf der einen Seite weiter wachsen, auf der anderen Seite aber kein seelenloses Unternehmen mit der gierigen Mission nach mehr Mammon werden wollen.

Das liebe Geld ist dann der nächste Faktor, über den es sich nachzudenken lohnt. Bekommt hier jeder das, was er wirklich verdient? Schwierig zu beantworten. Diese endlosen Diskussionen zwischen „Verdienen“ und „Bekommen“ kennen Sie ja sicher auch. Genauso wie einzelne Fälle, die mehr bekommen als sie verdienen ;-)  Sicher bleibt, daß sich immer der ein oder andere nicht gerecht entlohnt fühlt. Ist ja auch viel subjektives Empfinden dabei und als Unternehmer kann man die Dinge schließlich nur aus der Vogelperspektive beurteilen. Sprich, das Einzige was mir bleibt, ist für eine Ausgewogenheit zu sorgen, die den Social Gap in der Gesellschaft nicht noch größer werden lässt. Laut OSCD haben 62 Milliardäre auf dieser Welt zusammen mehr Vermögen angehäuft als 50 % der Weltbevölkerung (also rund 3,5 Milliarden Menschen). Auch diese Entwicklung ist alles andere als nachhaltig. Zwar ist es schon ganz richtig, wenn ich als Teilhaber und Unternehmer ein Gehalt bekomme, das auch mein Risiko und meine Verantwortung berücksichtigt. Aber zeitgleich sorgen wir eben auch dafür, dass selbst unsere geringfügig Beschäftigten einen Lohn bekommen, der sich nicht am gesetzlich möglichen Minimum orientiert. Dazu sorgen wir mit Kaffee, Getränken, Obst und zusätzlichen Goodies immer wieder für ein ausgewogenes Entlohnungsniveau für entsprechend geleistete Arbeit.

Der entscheidende Faktor aber ist und bleibt die Menschlichkeit und der Respekt, mit denen wir insbesondere unsere Zusammenarbeit bei UNIVERSUM definieren. Achtsamkeit und Empathie für den Kollegen neben dran. Das sind Werte, die nicht nur unsere Marketing- und Vertriebsmannschaft verinnerlicht haben. Da wird agiles Zusammenarbeiten von der IT übernommen und angereichert mit einer Fehlerkultur, die schlussendlich unsere Innovationskraft überproportional steigert. Denn alles rationale Denken mag ja theoretisch dazu führen, keine Fehlentscheidungen mehr zu treffen. Aber 100 % Rationalität setzt voraus, dass Menschen einzig aus Proteinketten und organischen Molekülverbindungen bestehen. Tun sie aber nicht. Denn sie haben eine Seele. Was ein Glück. Schließlich ist das der Quell unserer unternehmerischen Kreativität und Innovationsfähigkeit.

Zusammengefasst ist es also die Kultur eines Unternehmens, die über nachhaltiges Wachstum, Kreativität und Innovation, Reifegrad in der Digitalisierung und eben auch über die Profitabilität als Wertschöpfung für alle Mitarbeiter entscheidet. Da kann die Strategie noch so gut sein, es braucht eben Menschen, Empathie, Moral und Ethik um ein Geschäft nachhaltig zu betreiben. Und in Zeiten extremer Veränderung wird die Besinnung auf unsere innere Weisheit, wo sich das Wissen des Herzens und des Verstandes trifft, immer wichtiger.

In diesem Sinne lasse ich meinen Blick heute Morgen noch ein wenig schweifen, sinniere über Dies und Das – und bleibe dankbar, dass wir bei UNIVERSUM mit so tollen Kollegen, Mitarbeitern, Freunden und Partnern ein Unternehmen mit Seele, Kultur und Anstand auf- und ausgebaut haben.     

Heute also mal mit nachdenklichen, aber auch dankbaren und demütigen Grüßen

Ihr Axel Kulick   

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