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    Der Return on Investment von gelebtem Datenschutz

Der Return on Investment von gelebtem Datenschutz

Wie gläsern sind wir eigentlich und welche Daten soll ich frei geben und welche nicht? Das fragen sich viele Verbraucher zu recht und im Übrigen frage ich mich das auch oft genug.

Schließlich scheinen meine Adresse und Angaben zu meinen Vorlieben extrem gefragt zu sein. Kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht ein unmoralisches Angebot bekomme, mehr über mich als nur meinen Namen preis zu geben. Beim Discounter versucht man es per Treuemarken, die einmal fleißig gesammelt zum unglaublich günstigen Schlagbohrhammer von Bosch – die Profi-Signature-Edition natürlich – führen.

Spätestens, wenn ich aber stolz das voll geklebte Treuemarkenheft zusammen mit der Profi-Handwerksmaschine aufs Kassenband lege, weist die freundliche Kassiererin bestimmt darauf hin, dass die Rückseite des Treuemarkenheftes korrekt ausgefüllt zu sein hat. Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Kontostand, Frühstückspräferenzen und Lieblingsdrehzahl beim Schlagbohren soll ich angeben. Verstehe – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Denn ganz bestimmt wollen der Discounter und der Handwerkszeug-Hersteller mir nur Vorschläge machen, was ich sonst noch so Gutes zum Frühstück essen sollte und welche weiteren Profi-Geräte hervorragend in meine Do-it-Yourself-Karriere passen würden.

Ähnliches passierte mir übrigens am Folgetag beim Tanken. Dort versprach man mir für einmal Volltanken ein Pflegeset für die beanspruchte Männerhaut zum „fast-geschenkt-Betrag“, und dass mir, der eh schon einen für Männer extremen Pflegetick hat und ein Vermögen dafür ausgibt.

Der Haken daran – Achtung Sternchentext: Das Angebot gilt nur, wenn es über Payback abgewickelt wird. Damit meinem Namen endgültig sämtliche Tankvorgänge und auch sonstigen Einkäufe zugeordnet werden können. Von diesen Versuchen, an meine Daten zu kommen, könnte ich endlos berichten.

Wie so oft ist meine Haltung zu solchen „Gib-mir-Deine-Daten-Angeboten“ zweigeteilt. Als Verbraucher mag ich passgenaue Werbung und tolle Angebote, die mich interessieren, will aber auch nicht jedem alles über mich verraten. Als Unternehmer sind gerade wir bei der UNIVERSUM Group auf Daten angewiesen. Sie sind quasi der Grundstoff unserer ureigenen ökonomischen Wertschöpfungskette. Ohne Daten fischen wir im Trüben – und das kann verdammt teuer werden, da wir unseren Kunden eine 100 %-ige Zahlungsgarantie mit unserer Lösung FlexiPay® anbieten. 

Ergo brauchen auch wir Daten. Allerdings gehen wir bei der Beschaffung wie im Umgang damit deutlich anders um als die beschriebenen Discounter, Kraftstofflieferanten oder auch Kunden- und Rabattkartenanbieter. Insbesondere in unseren Inkasso-Prozessen halten wir den Datenschutz penibel ein.

Ja, wir müssen Adressen recherchieren, weil die Verbraucher nicht alle ihren Gläubigern die neue Adresse mitteilen. Und ja, fragen wir Auskunfteien mit berechtigten Interesse an, ob der Verbraucher überhaupt in der Lage ist, Zahlungen zu leisten, wenn er uns nicht selbst Auskunft erteilt. Aber auch da achten wir streng auf den Datenschutz. Dazu gehören selbstverständlich Einmeldungen, z.B. bei der Schufa.

Aber auch nur, wenn entweder der Verbraucher im Vorfeld ausdrücklich dieser zugestimmt hat, bzw. diese nach Titulierung einer Forderung Gesetzes- und Datenschutzkonform erfolgen kann. Das alles tun wir, weil Datenschutz bei uns nämlich in unserer unternehmerischen DNA verankert ist und wird zum 25.05.18 nochmal auf eine ambitioniertere Stufe für seriöse Payment Solution Anbieter gehoben.

So sind im nochmals verschärften Datenschutz alle Mitarbeiter gefordert, zu wissen, was mit Daten geschehen darf und was nicht. Das schulen wir bei der UNIVERSUM Group kontinuierlich und stellen klare Regeln auf. Es kostet zwar viel Zeit und Kraft, zumal unternehmerisch auf den ersten Blick kein direkter Ergebnisbeitrag für unsere Datenschutz-Bemühungen sichtbar wird.

Aber auf den zweiten Blick konnte schon oft unser Hinweis auf unseren perfekt dokumentierten Datenschutz den ein oder anderen Kunden überzeugen, seine Zahlungsabwicklung vertrauensvoll in unsere Hände zu legen.

Allein das konstruktive und lösungsorientierte Engagement unseres eigenen, zertifizierten Datenschützers im Arbeitskreis des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) hat schon so manchen Kunden von der UNIVERSUM Group als verantwortlichem Partner überzeugt. Genauso wie unsere eisernen Regeln, an die wir uns täglich gewissenhaft halten. So speichern wir Daten nur auf eigenen Servern in Deutschland und betreiben keine Datenspeicher im Ausland.

Ferner kaufen wir z. B. Adressen nur bei namhaften und zertifizierten Dienstleistern ein, so dass wir jederzeit die Herkunft von Daten belegen können und Verbraucheranfragen zu genutzten Daten immer zeitnah und umfänglich beantworten können. Bei alledem am wichtigsten: Wir löschen alle personenbezogenen Daten automatisch nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.

Das alles ist viel Arbeit, lohnt aber die Mühe. Im Sinne unserer Kunden – deren Kunden und insbesondere zukünftiger Kunden der UNIVERSUM Group, die verstanden haben, dass sorgfältiger Datenschutz ein Grundpfeiler eines seriösen Payment Solution Anbieters ist. Insofern ist der Ergebnisbeitrag von gelebtem Datenschutz also oft erst „über Bande“ zu realisieren. Aber es gibt ihn – den Return on Investment in Datenschutz. So viel steht fest.

Sie merken schon, das Thema ist bei weitem nicht so trocken, wie es auf den ersten Blick scheint. Deshalb rufen Sie mich an oder schreiben mir gern, wenn Sie mehr über den Datenschutz bei der UNIVERSUM Group erfahren möchten. Vielleicht dürfen wir ja auch Ihre Daten demnächst beschützen?

Mit beschützerinstinktiven Grüßen  

Ihr Axel Kulick

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