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    Die Krux mit Kununu & Co.

Die Krux mit Kununu & Co.

Arbeitgeber bewerten gut und schön. Aber als Payment Solutions Dienstleister mit einer Vielzahl an nötigen Sachbearbeitern, extrem vielen Bewerbungsgesprächen und in der Summe natürlich auch entsprechend vielen Absagen können Bewertungsportale zu einer echten Herausforderung für ein Unternehmen wie unseres werden.

„Es ist nicht zu leugnen: Die digitalen Medien haben unser Leben maßgeblich verändert. Vor allem die Art, wie wir kommunizieren und auf welchem Wege wir Informationen suchen und teilen, sind seit Social Media & Co anders als vor 10 Jahren. Auf die Arbeitswelt umgelegt heißt das: Der Bewerber sucht im Internet gezielt nach Informationen zu einem Arbeitgeber um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Und je nach Performance des Unternehmens, wird der Besucher zum Bewerber – oder auch nicht. Denn im Kampf um neue Talente haben nur jene Firmen Erfolg, die offen und authentisch ihre Stärken als Arbeitgeber vermitteln können.“ So steht es zumindest in der aktuellen BITKOM Studie und wahrscheinlich auch im Hochglanzprospekt der entsprechenden Bewertungsportale.

Aber so einfach ist das nun auch wieder nicht. Denn oft reicht es eben nicht aus, sich offen und authentisch zu präsentieren. Selbst wir bei der UNIVERSUM GROUP werden trotz einer hohen Sensibilität für unsere Mitarbeiter und deren Bedürfnisse ab und an zur Zielscheibe von Spott und Hohn im Netz. Natürlich vornehmlich auf den einschlägig bekannten Bewertungsportalen.

Und bevor da jetzt ein falsches Bild entsteht: Ja, natürlich werden auch bei uns Fehler gemacht. Da steht ein Mitarbeiter mit dem falschen Fuß auf und ein Bereichsleiter sitzt pflichtbewusst mit hartnäckigen Kopfschmerzen in einem Bewerbungsgespräch. Das es dann Gründe zur Beanstandung gibt ist verständlich – aber ist damit direkt die ganze Firma zu Verurteilen? Sicher nicht. Und doch entsteht durch eine selektive Berichterstattung schnell ein falsches Bild. Schließlich ist Beschweren deutlich einfacher als Loben. So ist es insbesondere im Netz zu sehen, denn oft überwiegen bei den Bewertungsportalen die tendenziell eher negativen Aussagen.

Insbesondere bei Absagen im Bewerbungsprozess „kassieren“ Arbeitgeber unverhältnismäßig mehr schlechte Bewertungen. Da schreibt dann oft die „verletzte Eitelkeit“ eines enttäuschten Bewerbers, dessen Eigensicht deutlich vom Eindruck des potenziellen Arbeitgebers abweicht. Genauso wie Ex-Mitarbeiter, die Ihren Ex-Kollegen und vor allem natürlich Ex-Vorgesetzten gern noch mal aufzeigen möchten was sie im persönlichen Gespräch „vergessen hatten zu sagen“. Mit konstruktiver Kritik hat solch eine Bewertung dann wirklich wenig zu tun. Aber Geschriebenes ist halt erst mal in der Welt. Für alle sichtbar.


Bleibt also die Frage, wie man mit solch einem Umstand umgeht?


Rechtlich ist da wenig zu machen. Kununu & Co berufen sich auf das Recht zur freien Meinungsäußerung und haben damit schon eine Heerschar von Rechtsanwälten beschäftigt das auch wasserdicht klarzustellen. Gut – man könnte jetzt die Sache radikal angehen und der Meinungsfreiheit zum Trotz mal den Unternehmerkollegen von Kununu & Co mächtig die Meinung sagen. Wird aber nichts bringen. Geld regiert eben die Welt – Tugenden wie Anstand, Ethik und Moral geraten da gern mal in den Hintergrund.

Bleibt also der Weg zur Kommunikationsagentur. Schließlich nennen die sich ja Spezialisten für Kommunikation. Aber auch dort wird recht schnell klar, dass „schlechte Urteile“ eben schneller und einfacher den Weg in die Öffentlichkeit finden als die vielen kleinen Zusprüche, die ein Unternehmen wie unseres jeden Tag bekommt. Mal laut aber oftmals eben auch leise. Leise wie ein Lächeln. Ein Lächeln von Mitarbeitern, die sich wohl fühlen.


„Warum lassen wir nicht ein paar gute Bewertungen schreiben und veröffentlichen?“


Klar – die Forderung ist schnell erdacht und liegt auf der Hand. Und sicherlich praktiziert der ein oder andere Marktbegleiter das auch mehr oder weniger erfolgreich mit seiner Agentur. Das beruhigt zumindest erst mal Chefgemüter. Aber ist das auch authentisch? Eine – ob zu recht oder unrecht - emotional motivierte, authentische Beschwerde mit einer rational motivierten Lobhudelei zu begegnen? Unsere Agentur hat dringend davon abgeraten – und das obwohl sie sich „MUT“ als Leitmotiv auf ihre Fahne schreiben. Oder geht es genau darum – um den MUT zur Antwort? Natürlich! Denn neben den großzügigen „Hilfsangeboten“ der Bewertungsplattformen selbst, in Form von „Beratungspaketen zum Employer Branding“ sowie natürlich Anzeigenpaketen „zur Stärkung der positiven Unternehmenspräsenz“ gibt es eben nur eine wirkliche Lösung: Antworten. In Form von Stellungnahmen. Denn diese können die Bewertungsportale nicht verweigern. Das wäre ja dann nicht mehr objektiv.

Bleibt also die Herausforderung des schriftlichen Dialogs. Natürlich auch mal „mit spitzen Degen“. Schließlich säbeln die „Bewerter“ ja auch hier und da mal kräftig zu. Umso wichtiger ist dann, authentisch zu bleiben. Sagen, wenn man enttäuscht ist. Und sagen, wenn man abgeurteilt wird, statt konstruktives Feedback zu erhalten. Bei UNIVERSUM werden wir das zum Usus machen. Immer schon im direkten Dialog mit den Mitarbeitern – jetzt also auch über die neuen sozialen Plattformen. „Omnichannel disputfähig“ nennen wir das. Und mittlerweile haben wir sogar Freude dran gefunden – an der nur auf den ersten Blick vermeintlichen „Krux mit Kununu & Co..

In diesem Sinne – freuen wir uns auf jeden glücklich machenden Dialog mit Ihnen

Ihr Axel Kulick

 

 

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