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    Herbstliche Energie-Probleme: Wenn´s kalt wird in der Kasse!

Herbstliche Energie-Probleme: Wenn´s kalt wird in der Kasse!

Vorbei der Spaß. Zurück am Schalter und das Ferien-Erholungskontingent längst aufgebraucht, geht es also wieder los. Mit Vollgas in den Herbst heißt die Devise.

Nicht nur für die UNIVERSUM Group, sondern insbesondere für viele unserer Kunden aus dem Energiesektor.

Schließlich steigt der Absatz an Energie sprunghaft, sobald die kühlere Jahreszeit anfängt und die Heizungen eingeschaltet werden. Doch dieser auf den ersten Blick für Energielieferanten erfreuliche Effekt kommt nicht ebenso garantiert wie El Niño. Manchmal sitzt der Schmetterlingseffekt dazwischen, wobei keine Wetterphänomene gemeint sind.

Vielmehr geht es um die theoretische Korrelation von Mehrabsatz von Energie zu Mehrumsatz beim Energielieferanten. Alternativ ergänzt um das Vertriebskonzept des Energieversorgers mit günstigem Preis bei gleichzeitiger Verlängerung der Vertragslaufzeit. Soweit so gut. Aber praktisch setzt das voraus, dass auch alle Käufer ihre Rechnung zahlen. Und schon sind wir bei der Unbekannten in der ansonsten recht einfachen unternehmerischen Rechnung.


Energie kann nicht einfach abgedreht werden


Bevor es nämlich beim Nichtzahler kalt wird, weil der Lieferant die Energiezufuhr abgedreht hat, läuft eine ganze Menge Wasser den Main hinunter. Oder den Rhein, die Donau, die Elbe, usw. Zwar gibt es in Deutschland kein formales Grundrecht auf Energie, aber trotzdem sind dem energieliefernden Unternehmen einige Hürden auferlegt, bevor es berechtigt ist, den Hahn zuzudrehen.

Hinzu kommt noch die Unterscheidung zwischen Pflichtversorger und freiwilligen Versorger: Ein Pflichtversorger muss selbst bei bekannten "Energie-Hoppern" die Versorgung durchführen, selbst wenn die Nichtbezahlung von bereits vor längerer Zeit verbrauchter Energie bekannt ist. Grundsätzlich dürfen Zahlungsrückstände unter 100 Euro schon gleich gar nicht zur Sperrung führen, heißt es in Paragraf 19 der bundesweit gültigen Verordnung über die Grundversorgung.

Will ein Unternehmen die Lieferung unterbrechen, weil es Rückstände über 100 Euro zu beklagen hat, muss es dies den Kunden vier Wochen vorher androhen und drei Tage vorher nochmals ankündigen. Außerdem muss die Stromsperre "verhältnismäßig" sein. Heißt konkret: Wenn es beispielsweise draußen sehr kalt wird, kleine Kinder betroffen sind, die säumigen Kunden eine Ratenzahlung anbieten oder das Beatmungsgerät eines Kranken ohne Strom nicht funktioniert, tendieren Gerichte dazu, eine Stromsperre auszusetzen.


Unbezahlte Stromrechnungen werden zum unternehmerischen Risiko


Bevor es also beim säumigen Zahler kalt wird, wirds meistens erst mal beim Energie-Unternehmen kalt – und zwar in der Kasse. In der Einzelfallbetrachtung ist das natürlich immer halb so wild, denn gerade die Energieversorger sind ja bekanntermaßen nicht die kleinsten Unternehmen. Auch wenn es sich um regionale bzw. lokale Gesellschaften handelt.

Aber wenn die Anteile an Nichtzahlern bzw. säumigen Zahlern zu hoch werden, wird das Thema schnell mal zum unternehmerischen Existenzproblem. Zumal man ja als Energielieferant meistens weiter liefern muss, obwohl ein Zahlungsrückstand besteht.

Gleichzeitig wollen nämlich auch die Netze immer gut gewartet sein und der Energiewende sei es geschuldet, dass die Versorger aktuell gezwungen werden, in alternative Erzeugungen zu investieren, wobei die alten Werke umweltgerecht rückgebaut werden müssen. Ganz zu schweigen vom politischen nicht berechenbaren Dauerfeuer gibt es also für Energieversorger mehrere Mäuler, die gestopft werden wollen. Das geht aber nur, wenn das Geschäft läuft und nicht nur theoretisch genügend Umsatz und Liquidität beschert.

Im Prinzip bleiben also nur zwei unternehmerische Handlungsoptionen. Zum einen gilt es, den Cashflow zu sichern und dafür zu sorgen, dass die Lücke zwischen theoretischem Umsatz und praktischer Liquidität so klein wie möglich bleibt. Dabei können wir als UNIVERSUM Group ein wichtiger Baustein sein, insbesondere wenn es um revolvierende Forderungen geht. Darin habe wir große Expertise und können den Mittelzufluss bei einem Energieversorger garantiert absichern.


Neue Geschäftsmodelle in der Sharing Economy


Zum anderen müssen auch die Energieversorger in einer sich ständig wandelnden Welt nach neuen Einnahmequellen Ausschau halten. Aktuelles Beispiel: Das Mobilitäts-Sharing von Elektrorollern, initiiert vom Berliner Start-Up Emmy. Mittlerweile sind die örtlichen Versorger in Hamburg, Düsseldorf, München und die MVV in Mannheim auf diesen Zug aufgesprungen. Und während wir in Frankfurt noch benzin- und dieselgetrieben im Stau stehen, fahren die Mannheimer schon elektrisch, geräuscharm und sauber durch die Innenstadt. Dabei liefern die örtlichen Energieunternehmen den nötigen Strom und schaffen damit nicht nur neue Absatzmärkte für die bestehenden Produkte, sondern eben auch neue Quellen für die dringend benötigte Liquidität. Sind zwar nur kleine Beträge, aber in der Masse macht bekanntlich auch Kleinvieh Mist. Übrigens: Auch für die Transaktion von „Kleinvieh“ hat die UNIVERSUM Group die richtigen Instrumente parat.

Sogar Payment Solutions für E-Commerce-Anbieter mit revolvierenden Abo-Modellen und/oder Micro-Chargings haben wir nicht nur fertig entwickelt in der Schublade, sondern bereits erfolgreich bei renommierten Start-Ups und Enablern integriert.

Bevor es also kalt wird in der Kasse, obwohl man Energie und Wärme verkauft, sollte man an die UNIVERSUM Group und unsere Lösung FlexiCharge® denken. Dann bleibt es nicht nur warm bei den Verbrauchern, sondern auch im unternehmerischen Herz und Portemonnaie.

So viel für heute vom Schalter – jetzt ab in den Stau. Wir warten ja noch, bis wir endlich Elektroroller bekommen ;-)

Ihr Axel Kulick

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