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Mitarbeiter

„Mitarbeiter“ – das Wort signalisiert eigentlich schon die unternehmerische Krux der ganzen Sache. Schließlich könnte man folgern, das hier Mitarbeit in dem Sinne gemeint ist, dass ein Unternehmer arbeitet und alle fleißig mitarbeiten.

Ist aber nicht so. Zumindest nicht im hier und jetzt unserer hochtechnologisierten Wirtschaftswelt. Da gilt es als Unternehmer eher darum, etwas zu unternehmen um Wertschöpfungsketten zu entwickeln oder zu identifizieren, um sie dann zu erobern und zu besetzen. Das hat zwar auch mit Arbeit zu tun – allerdings mitnichten um eine reine Umsetzung solch einer unternehmerischer Weitsicht.

Trotzdem braucht jeder erfolgreiche Unternehmer Mitarbeiter. Im besten Fall die Besten, die es für die jeweilige Position gibt. Dann wird´s richtig erfolgreich. Nur findet man solche Benchmark-Mitstreiter eben nur schwer. Deshalb fängt bei uns die Mitarbeiter Entwicklung schon im Recruiting an. Wo früher eine Anzeige im richtigen Medium zum unvermeidlichen Erfolg führte, ist heute ein feines Gespür für die Gesuchten unabdingbar.

Das fängt schon bei den Hochschulen an, wo wir gern das ein oder andere Talent für die UNIVERSUM GROUP gewinnen. Aber nicht nur der Nachwuchs ist immens wichtig für ein kontinuierlich prosperierendes Unternehmen. Auch weitere Quellen sprudeln zuweilen echte Diamanten an den Tag. Nur finden muss man sie halt, was bei talentierten Quereinsteigern besonders schwierig ist. Ich selbst bin da ein „warnendes“ Beispiel. Als Banker kaufmännisch angehaucht, über eine internationale Werbeagentur kreativ gefordert, dann zu einem japanischen, großindustriellen Computerhersteller -Kulturschock erprobt - hat es mich doch recht überraschend zu unseren heutigen Finanzdienstleistungen verschlagen. In meinem Fall hat das Empfehlungsnetzwerk nachgeholfen. Was für ein Glück für die Branche ;-)

Ob auf Empfehlung oder per gezieltem Recruiting. Sind sie dann einmal da, die Wunsch-Mitarbeiter, gilt es besser zu werden. Jeden Tag einen kleinen Schritt, so wie ich es mir auch täglich vornehme. Unser Beitrag zu solch einem Prozess ist die Einführung eines betrieblichen Verbesserungswesens sowie eine institutionalisierte Schulung für alle, die vorankommen möchten.

Allein beim Datenschutz gibt es in unserem Geschäft turnusmäßig gesetzliche Änderungen, die man verinnerlicht haben muss, um sich datenschutzkonform im Inkasso zu bewegen, wobei das nur ein Beispiel von vielen unserer Schulungsinhalte ist. Denn welche Führungskraft hat nicht schon diverse Konflikt-, Zeit- oder Motivations-Weiterbildungen besucht und welcher Mitarbeiter wurde nicht zur Optimierung bereits in Weiterbildung zur Tagesarbeit gesteckt? Meine persönlich größte Schulungsherausforderung war bis dato das Medientraining: Wie entgehe ich Fangfragen von Journalisten aus Rundfunk, TV und Print und lasse unsere UNIVERSUM GROUP trotzdem top in der Außenwirkung dastehen? Das war und bleibt eine knifflige Herausforderung.

Meine letzte Fortbildung vor ein paar Tagen war allerdings ein Kurs zur agilen Innovationsentwicklung. Und wie immer nach solch zukunftsträchtigen „wir können jetzt alles besser – Seminaren“ laufe ich schon seit Tagen mit deutlichen Anzeichen von Skepsis über die Flure. Nicht, dass ich das nicht kennen würde. Meist brauche ich halt ein wenig länger Anlauf für den vermittelten Pfad der Erkenntnis – sprich die Skepsis weicht und eine sich schleichende Überzeugung einsetzt, vielleicht doch noch was besser machen zu können. Nur dieses „agile Management“ erinnert mich zunächst mal stark an eine Sau, die schon in der 80ern bei zahlreichen Management-Führungsseminaren durch´s Dorf getrieben wurde.

Damals sprachen die Personalverantwortlichen, heute übrigens HR Manager genannt, von Blockdelegation. Also das verantwortliche abgeben von kompletten Prozessen und Wertschöpfungssegmenten an Teams von Mitarbeitern, die damit volles Vertrauen genießen und selbst unternehmerische Entscheidungen ja nach Gemengelage hochflexibel wie aber eben auch eigenverantwortlich treffen dürfen.

Einziges Problem dabei: Geht was schief, ist die reale Verantwortung der Mitarbeiter dann doch recht beschränkt. Oder kennen Sie Mitarbeiter, die mit ihrem eigenen Gehalt voll haftbar sind für alle Entscheidungen? Eben – deshalb bleibe ich manchmal dann doch in vertrauten Strukturen haften und denke mir: Wer die Mannschaft zahlt, der darf auch den Trainer bestimmen. Agil hin oder her...

Schlußendlich geht es um´s Vertrauen. Wie in jeder guten Beziehung von Mensch zu Mensch. Wird das durch Loyalität und Verlässlichkeit getragen, gibt es sogar den Weg vom Mit-Arbeiter zum Mit-Unternehmer. Zumindest war es bei mir so und diese Tür steht auch bei UNIVERSUM prinzipiell jedem offen. Denn als Unternehmer ist mir natürlich mehr als glasklar, dass die wichtigste Wachstums-Ressource unsere geschätzten Mitstreiter im UNIVERSUM sind - egal ob in der Payment Solution, im Inkasso-, Liquiditäts- und Risikomanagement.

Und falls sich jetzt der ein oder andere angesprochen oder sogar berufen fühlt eine solche Herausforderung anzunehmen, der sollte sich umgehend bei mir melden und mir seinen ganz persönlichen Grund nennen, warum sie oder er zu einer unverzichtbaren Stütze bei uns wird.

In freudiger Erwartung möglichst vieler Bewerbungen, Verbesserungsvorschläge und unentdeckter Talente

Ihr Axel Kulick

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