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    Neulich in Hollywood.

Neulich in Hollywood.

Alles fing mit dem Satz an „Wir brauchen dich da mal kurz für den neuen Unternehmensfilm der UNIVERSUM Group“. Spätestens beim „mal kurz“ hätte ich stutzig werden sollen. Erfahrungsgemäß wird nämlich aus einem „Mal kurz“ recht zügig ein „es ist DEIN Projekt!“. Da unterscheiden wir uns marketingtechnisch wenig vom Hornbach Baumarkt. Nur eben mit dem Unterschied, dass „mein Projekt“ bei uns immer zu „Axels Projekt“ wird.

Anyway. Mein im vorbeigelaufenes, zustimmendes „Jau, sagt mir Bescheid, wenn ich was machen soll“ wurde mental notiert und letztendlich fand ich mich schneller als erwartet in einem Meeting mit der ausführenden Agentur wieder, als mir lieb war. Aber gut. Was muss, das muss. Man präsentierte mir also ein Storyboard mit einem meiner typischen Tagesabläufe. Vom Aufstehen und Kinder-in-die-KITA-bringen bis hin zum Work-Out zum Feierabend. Spätestens jetzt stand also fest, dass „nur mal kurz“ definitiv anders vom Marketingteam bei UNIVERSUM und unserem externer Berater der Marketing Agentur (siehe August-Blog) interpretiert wurde als von mir.

 

 

Nachdem ich mich also meinem Schicksal geschlagen geben musste, hing ich schon über Texten, Storyboard-Bildern, Settings und weiteren Details eines nicht ganz einfachen Drehs. Hinzu kam, dass auch ich durchaus eigene Vorstellungen hatte und diese an der einen oder anderen Stelle mit etwas Nachdruck dem Team mit auf den Weg gegeben habe. Ergo bedurfte es noch einiger Klärungen bis dann  schauspielerische Höchstleistung gefragt waren: Also Meetings, Abstimmung, nächste Version, Meetings, Abstimmung, ... und das alles im Stakkato. Schließlich sollte das Epos zur dmexco im September fertig sein.

Gesagt getan – das Projekt wurde also tatsächlich zu „meinem Projekt“. Denn Werbeagenturen, Filmproduktionen und sämtliche weiteren Beteiligten mögen zwar wissen, wie man einen gefälligen Film dreht. Ich weiß dagegen, wie Inkasso und gesicherter Rechnungskauf funktionieren. Außerdem, wie Ratenkauf und Lastschrift sich auf den Umsatz unserer E-Commerce-Kunden auswirken und wie man das Ganze so erklärt, dass es verständlich ist. Man merkt es schon – je näher der Produktionstermin rückte, desto erhöhter wurde der Abstimmungsbedarf.   

Als alles theoretisch geklärt war, ging es in die Praxis. Für mich bedeutete das Friseurtermin, den richtigen Duft auftragen, ach ja den kann ja keiner im Film wahrnehmen, dann aber ist es für die Crew eben angenehmer, Garderobe checken, Wagen waschen und, und, und. „Mein Projekt“ wurde zum Ganztagsjob. Auch schon vor dem eigentlichen Produktionstermin. Nicht dass ich nicht noch anderes zu tun hätte, aber auch meine Marketingmannschaft zog sich immer mehr zurück. Klar, der Chef hatte ja übernommen. Was soll da schon schief gehen?

Am Drehtag selber schwirrten dann unglaublich viele Menschen um mich herum. Herr Kulick hier, Axel da – ob ich fahren und reden und gut aussehen könne? Gleichzeitig am besten. Klar, kann ich. Was für eine Frage? Vor allem Reden ist ein großes Hobby von mir. Gehört eben zu meinem Zeitmanagement, dass Sätze auf Anhieb sitzen. Außerdem wäre ich ja sonst wohl kaum Unternehmer geworden. Schließlich sitze ich jeden Tag am Steuer eines Unternehmens, rede mich um Kopf und Kragen und sehe dabei gut aus ..., oder? Schön, dass so ein Blog keine Widerworte gibt.

Im Ernst: Ich hätte nicht gedacht, dass Schauspielerei so anstrengend sein kann. Wobei ich Glück hatte, dass viele Szenen tatsächlich schon beim ersten Take im Kasten waren. Da macht sich eine gewisse „Bühnenerfahrung“ bemerkbar, die man als Unternehmer und auch Vize-Verbandspräsident gesammelt hat. Dazu ein ordentlicher Schuss „Authentizität“, wobei sich genau da Unternehmer und Schauspieler unterscheiden. In Hollywood wird halt gespielt – an der Hanauer Landstraße in Frankfurt gibt es einen unverstellten filmischen Unternehmenseinblick bei der UNIVERSUM GROUP.

In diesem Sinne – Gruß aus der Holly-Hanauer

Ihr Axel Kulick   

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