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    Über Geld, das Glück Chef zu sein und den Glauben ans Gute

Über Geld, das Glück Chef zu sein und den Glauben ans Gute

Zugegeben – mein Verhältnis zum Geld war schon immer ein ganz besonderes. Schon früh erkannte ich, dass man welches haben sollte. Besser ein wenig mehr als nötig statt zu wenig.

Zumindest lief es dann mit viel mehr Spaß, so meine Erfahrung, die sich übrigens auch im weiteren Verlauf des Lebens manifestierte. Im Heute angekommen hat sich allerdings meine Haltung zum Geld deutlich differenziert. Schließlich gibt es immer gute Gründe, warum man entweder zu Geld kommt oder eben auch welches verliert. Dabei ist nicht jeder seines Glückes Schmied. Manchmal rutscht man nämlich auch ganz unverschuldet in die missliche Lage eines Schuldners. Und da kommen wir dann ins Spiel. Als seriöses und Reputation wahrendes Inkasso Unternehmen. Und natürlich sitze ich oft in meinem Büro und denke darüber nach, ob es ehrenwert ist die Forderungen unserer Kunden von mir persönlich fremden Menschen einzufordern. Denn wie gesagt – Geld ist zwar nötig, sollte allerdings nicht die alles entscheidende Komponente im Zusammenspiel einer Gesellschaft sein. Aber selbst in einer noch so sozialen marktwirtschaftlichen Gesellschaft braucht es ein paar Grundregeln. Und dazu gehört eben auch die Moral und der Anstand, einmal Ausgeliehenes zum vereinbarten Zeitpunkt zurück zu geben oder Gekauftes pünktlich zu bezahlen. Wer das nicht tut, verhält sich unsozial im Sinne einer marktwirtschaftlichen Gemeinschaft.

Jetzt könnte man natürlich das ganze Thema recht schnell beenden in dem man einfach keine Verschuldungen - also auch keine Kredite - zulässt. Das wiederum käme aber einem unternehmerischen Stillstand gleich. Denn Kredite sind nun mal der ökonomische Hebel eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Läuft es gut, ist ein Ausbau – auch mit geliehenem Geld - unternehmerisch äußerst klug. Und hätte ich keine Schulden gemacht im Laufe meiner Karriere wäre ich heute sicher nicht an der Spitze eines erfolgreichen Unternehmens angekommen. Gleiches gilt übrigens auch für meine privaten Finanzen. Denn klar gab es Zeiten, in denen ich finanzielle Engpässe überbrücken musste. Der erste Ehering zum Beispiel..... aber das ist eine andere Geschichte.

Wichtig in dem ganzen marktwirtschaftlichen Kreislauf ist das Vertrauen des Kreditgebers in den Kreditnehmer. Denn nur so funktioniert es eben. Aber was ist mit denen, die tatsächlich unverschuldet jemanden etwas schulden ohne es zurück geben zu können? Schwierige Frage. Und genau der Punkt, an dem ich dann oft ins Grübeln komme. Denn einerseits bin ja auch ich in meinem Leben nie etwas schuldig geblieben (ok – zumindest kein Geld ;-). Andererseits hatte ich aber auch immer das Glück, das meine Entscheidungen mit dem nötigen Quäntchen Glück zum Erfolg geführt haben. Und wie würde ich darüber denken, wenn ich mal daneben gelegen hätte? Und mein Unternehmen nicht so funktionieren würde? Würde ich dann auch mit Vehemenz auf die Rückzahlung von Geborgtem pochen? Ich denke schon – denn schließlich ist es der Glaube ans Gute, der es jedem ermöglichen sollte eine Lösung zu finden. Eine, die für Schuldner wie für Gläubiger machbar ist. Und die jeweiligen Umstände dabei berücksichtigt. So wie wir es bei Universum auch jeden Tag auf´s Neue tun. Das ist mir wichtig als Chef eines wert-haltigen Unternehmens. In dem der Glauben ans Gute noch zählt und bei dem eine erfolgreiche Entschuldung eines Schuldners das ist, was uns antreibt. Und letztendlich nach einem arbeitsreichen Tag wirklich zufrieden und glücklich macht.

In diesem Sinne – freuen wir uns auf jeden glücklich machenden Dialog mit Ihnen.

Ihr Axel Kulick

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