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    Was ein Sommer!

Was ein Sommer!

Erhitzte Gemüter allenthalben. Erst verhagelt mir die Mannschaft den Spaß an der Fußball-WM, dann versucht sich Seehofer als Europapolitiker und dazu ist es fast nahezu täglich knackig warm. 30 Grad scheint sich als Durchschnittstemperatur von Mai bis Oktober durchzusetzen.

Das Gute daran: Wir wissen quasi täglich mehr unsere neuen Büroräume zu schätzen. Angenehme 22 Grad ganz ohne Klimakälte im Durchzugverfahren. Da bekommt der Weg zum Arbeitsplatz einen ganz neuen Attraktivitätsfaktor. Denn spätestens im Büro angekommen, lässt sich die brütende Sommerhitze recht gut aushalten. Sogar intellektuelle Anstrengungen sind durchaus zu meistern, wenn nur das Klima stimmt. Dabei weiß ich nur zu gut, wovon ich rede. Schließlich haben wir jahrelang an unserem alten Standort in einem Glaskasten verbracht. Schön anzusehen, aber im Sommer nahezu unerträglich. Jedes Meeting im Business-Anzug wird zur Qual, geistige Präsenz wird zum Hochleistungssport und die bei uns so wichtige, professionelle Gelassenheit im Umgang mit Endkunden leidet dann auch hier und da mal unter Hitze-Angespanntheit. Zum Glück gehört das alles der Vergangenheit an. Heute erhitzen unsere Gemüter nur mehr Fußball, Politik und natürlich unsere Ehefrauen ;-).

Wenn ich so über die Flure laufe, kommt es mir im Sommer übrigens so vor, als wären alle freiwillig ein wenig früher da. Abends hingegen ist noch viel Trubel zu spüren. Scheinbar bieten wir klimatische Vorteile gegenüber den meisten heimischen Temperaturen im Hochsommer. Unternehmerisch gesehen also der perfekte Arbeitsplatz, den unser Kollege Axel Janssen mit atmosphärischem Weitblick geplant und umgesetzt hat. Dazu energiepolitisch wie gesundheitlich auf dem neusten technischen Stand. Denn wir kühlen unsere Räume über sogenannte Klimasegel, die durch Strahlungs- und zusätzliche Konvektionswirkung kühlen und heizen. Ganz ohne Zugluft, ganz ohne brummende Luftventilatoren und das Beste: mit hoher Wirtschaftlichkeit! 

Aber auch wenn es noch so schön ist bei uns und ich schnell in Prosa ähnliche Schwärmerei verfalle, wenn ich über unser neues Unternehmensdomizil berichte, so ist eine Pause genauso wichtig. Urlaub eben – Erholung vom Alltagstrott. Denn schließlich geht es auch darum, nicht nur den Arbeitsalltag mal hinter sich zu lassen, sondern insbesondere neue Impulse einzusammeln. Durch einen Blick auf das Fremde. „Drum Mensch sei weise, reise!“ riet schon Wilhelm Busch recht sympathisch. Recht hatte er. Ob man aber nun seinen Sommerurlaub faul am Strand oder an Bord eines Kreuzfahrers im All-Inclusive Modus verbringt, oder sich für eine Kulturrundreise durch unbekanntes Terrain entschieden hat, ist dabei erst mal eine Frage des persönlichen Gustos. Hauptsache, man genießt freie Zeit für sich und seine Liebsten. Fernab jeglicher, täglicher Verpflichtungen. Das entspannt und erholt Körper, Geist und Seele; macht den Blick frei auf Neues und öffnet die Sinne für zukünftige Herausforderungen.

Deshalb ist es unternehmerisch gesehen eigentlich recht eigennützig, auf einen erholsamen Urlaub der Mitarbeiter zu bestehen. Das Dumme daran: Ständig liegt neue Arbeit auf dem Tisch. Was wiederum häufig dazu führt, dass die innere Stimme des Fleißigen laut ruft: „Wo sind die Mitarbeiter? Warum ist keiner hier? Wer soll das alles abarbeiten? Warum zahlen wir Löhne, wenn alle im Urlaub sind?“

Soviel, zur inneren Zerrissenheit einer einsamen Unternehmerseele.    

Zugegeben, auch ich schwanke ab und zu zwischen Wissen und Wollen. Spätestens, wenn ich nach einer schwülwarmen Sommernacht ins angenehm gekühlte Büro komme und mich frage, wo zum Teufel es eigentlich auf dieser Welt auskömmlicher sein sollte, bevor ich feststelle, dass meine Assistenz seit gestern im Urlaub ist und ich somit ungefragt gezwungen werde, meinen kompletten Arbeitstag allein zu gestalten. In dem Wissen, dass es ja schon genügend erhitzte Gemüter in diesem Sommer gab und gibt, versuche ich gelassen zu bleiben und mein unternehmerisches Schicksal anzunehmen. Schließlich heißt es auch für mich irgendwann mal wieder: Ab in den Urlaub! Spätestens dann sollen die Kollegen mal sehen, wie es so ist - ohne mich ;-)

 

Mit sonnigen Grüßen  

Ihr Axel Kulick   

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