1. Home
     > 
  2. Blog
     > 
  3. Universum Bietet
     > 
  4. Artikel
  5.  > 
    ECC-Payment-Studie 2017: Das sind die 3 wichtigsten Erkenntnisse

ECC-Payment-Studie 2017: Das sind die 3 wichtigsten Erkenntnisse

Hinweise auf wichtige Entwicklungen im Online-Paymentbereich können wissenschaftliche Arbeiten und Umfragen geben – wie die Ende Februar erschienene ECC-Payment-Studie des renommierten IFH Köln. Hier sind die 3 wichtigsten Erkenntnisse der Studie.

Kauf auf Rechnung, Kreditkarte, Lastschrift, dazu innovative Bezahlmethoden, Mobile und Instant Payment sowie viele kleinere Zahlungsarten, die noch keinen großen Namen haben, aber das nächste große Ding sein sollen: Was ist beim Thema Payment wirklich wichtig für Onlinehändler? Eine hundertprozentig richtige Antwort auf diese Frage gibt es wohl nicht.


1. Sicher, schnell und bequem: Das erwarten Kunden von den angebotenen Zahlungsverfahren


Der Bereich Payment ist für viele Händler durchaus ambivalent: Wie Maik Klotz in seinem UNIVERSUM Business Event-Vortrag „Kunden wollen einkaufen, nicht bezahlen - warum Payment Hygienefaktor ist“ analysieren wird, kommen Kunden selten wegen bestimmter Payment-Verfahren zu einem Onlineshop. Gleichzeitig bleiben sie aber wegen fehlender oder falscher Bezahlarten weg oder brechen den Einkauf im letzten Moment ab.

Die ECC-Payment-Studie legt daher einen Schwerpunkt auf die für die Kunden wichtigsten Kriterien bei der Zahlungsartenauswahl. Hier liegt die Sicherheit der Zahlung an erster Stelle – dicht gefolgt von der kostenlosen Nutzung und einer einfachen und bequemen Bedienung. Ebenfalls relevant sind eine einfache Rückerstattungsmöglichkeit und der Käuferschutz.

Bei 4 dieser 5 Kriterien liegt der Kauf auf Rechnung in der Wahrnehmung der Konsumenten an erster Stelle. Lediglich beim Punkt „Einfache Rückerstattungsmöglichkeit“ muss er sich gegenüber PayPal geschlagen geben. Grund dafür ist vermutlich, dass beim Rechnungskauf oft keine Rückerstattung erfolgen muss, weil beispielsweise retournierte Ware gar nicht bezahlt worden ist.


2. Onlineshops agieren kundenorientierter und erweitern ihren Payment-Mix


Insgesamt zeigen sich die Onlinehändler kundenfreundlicher als in den vergangenen Jahren. So wurden 2016 im Schnitt 6,1 Zahlungsarten angeboten – 2015 waren es noch 5,3 Verfahren.

Für die nächsten 2 Jahre ist zudem die Einführung weiterer 1,9 Zahlungsverfahren geplant – am häufigsten wird wohl der Kauf auf Rechnung hinzukommen.

Allerdings kann auch hier noch optimiert werden: Das Lastschriftverfahren, immerhin die drittbeliebteste Zahlungsart und wichtig für die Kundenbindung, wird bislang nur von jedem 2. Shop angeboten.

Und auch im Umgang mit dem deutschsprachigen Ausland können sich die in Deutschland stationierten Onlinehändler noch deutlich verbessern: Gerade mal jeder dritte Shop steuert sein Zahlungsartenangebot länderspezifisch aus und geht so auf die Besonderheiten der einzelnen Länder ein.


3. Cross-Border-Selling: Länderspezifische Anpassungen sind für Onlineshops wichtiger denn je


Dabei ist eine auf das Verbraucherverhalten im jeweiligen Land angepasste Payment-Strategie ein wichtiges Puzzleteil für den Shoperfolg. Andere Länder, andere Sitten – dieser Spruch gilt im Onlinehandel mindestens ebenso sehr wie in anderen Bereichen.

Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz ist der Rechnungskauf wie in Deutschland die wichtigste Zahlungsart – allerdings mit einem wesentlich höheren Abstand zu den anderen Zahlungsarten. PayPal wird, im Vergleich zu Deutschland, nur von 13,2 Prozent (Schweiz) bzw. 11,8 Prozent (Österreich) der Kunden bevorzugt.

Dafür ist die Kreditkarte die zweitrelevanteste Zahlungsart. Dies ist auch einer Wechselwirkung geschuldet: das (noch) eingeschränkte einheimische Shopangebot sorgt dafür, dass viele Österreicher und Schweizer bei deutschen Onlinehändlern einkaufen. Hier ist Kreditkartennutzung oft Pflicht – weil die Risikoprüfungen einen Kauf auf Rechnung im Ausland nicht zulassen.

Im Vergleich zu Deutschland bieten die österreichischen und schweizerischen Shops im Schnitt wesentlich weniger Zahlungsverfahren an, nämlich 4,5 in Österreich und sogar nur 3,7 in der Schweiz. In Bezug auf die Präferenzen ihrer Kunden ist diese Einschränkung fahrlässig: Der beliebte Rechnungskauf wird in Österreich von gerade einmal 58,9 Prozent, in der Schweiz immerhin von 69,5 Prozent der Top 100-Shops angeboten.


ECC-Payment-Studie Vol. 21: Das Fazit


Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Kauf auf Rechnung, PayPal, die Kreditkarte und das Lastschriftverfahren sind absolute Must-Have Zahlungsarten. All diese Bezahlmethoden bedienen die von Kunden als besonders wichtig wahrgenommenen Kriterien Sicherheit, kostenlose Nutzung, Bequemlichkeit und einfache Rückerstattungsmöglichkeit.

Händler haben diesen Zusammenhang begriffen – und erweitern ihr Zahlungsartenangebot entsprechend. Besonders häufig wird dabei der als besonders wichtig wahrgenommene Kauf auf Rechnung hinzugefügt. Dieser kommt insbesondere in der durch einen Dienstleister abgesicherten Variante – wie beispielsweise durch die FlexiPay® Zahlungsgarantie oder das Flexipay® Factoring – zum Einsatz. Alle von den Händlern angestoßenen Optimierungen haben letztlich ein Ziel: Den Kauf im Internet für den Kunden so komfortabel wie möglich zu machen.

 

Interesse an noch mehr E-Commerce Know-How?

Dr. Kai Hudetz live auf dem UNIVERSUM Business Event 2017

Die Zukunft des (Online)Handels - so lautet der Titel der Keynote, die Dr. Kai Hudetz auf dem UNIVERSUM Business Event 2017 am 11. Mai sprechen wird. Dabei wird der Geschäftsführer des IfH Köln auch auf die Ergebnisse der ECC Payment Studie eingehen.

 

 

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

 

 

Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!
Neuen Kommentar schreiben
Absenden
Jetzt teilen: