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    Die Corporate Identity – Der perfekte Außenauftritt mit Ihrem Betrieb

Die Corporate Identity – Der perfekte Außenauftritt mit Ihrem Betrieb

Den Begriff der Corporate Identity hat fast jeder schon einmal gehört. Für viele ist die Corporate Identity (kurz: CI) aber noch immer eine abstrakte Sache. Und oft denken sich gerade kleinere Unternehmen, dass es andere, wichtigere Dinge gibt, um die man sich kümmern muss. Doch die Corporate Identity ist eben nicht nur für Großunternehmen von enormer Bedeutung.

Auch kleinere Unternehmen und Betriebe sollten ihren Außenauftritt mit einer Corporate Identity optimieren. Aber was ist die CI eigentlich genau? Was gehört dazu? Und wie gehen Kleinunternehmen am besten vor, wenn sie sich eine solche CI "zulegen" möchten?

 

Was bedeutet Corporate Identity?

Es gibt die verschiedensten Arten von Unternehmen. Lebensmittelhersteller, Restaurants, Architekturbüros und Friseursalons, Metzgereien, Schreinereien, Dachdecker und Fliesenleger. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie wollen eine bestimmte Botschaft vermitteln. Denn nur eine klare Botschaft kommt bei potenziellen Kunden an. In ihrer Botschaft unterscheiden sich die Unternehmen aber natürlich stark voneinander.

Damit die individuelle Botschaft vor allem auch visuell passend vermittelt werden kann, gibt es die Corporate Identity (CI). Ohne eine solche stringente CI wird ein perfekter Außenauftritt Ihres Unternehmens nur schwer gelingen. Denn mit einer CI vermitteln Sie Ihren Kunden, welche Rolle undFunktion Ihr Unternehmen hat. Welche Philosophie hinter Ihrer Arbeit steckt. Sie vermitteln Ihre Werte. Und damit heben Sie sich letztlich, bestenfalls, auch wieder von der Konkurrenz ab.

Erst, wenn Sie sich als Unternehmer über Ihre Philosophie und die Werte des Betriebs bewusst sind, geht es zum zweiten Schritt. Verfügen Sie noch über kein aussagekräftiges, modernes Logo, wird es höchste Zeit. Es ist Teil des Corporate Designs (später mehr dazu). Dieses stellt einen der wichtigsten Teile der CI dar – wenn nicht sogar den Wichtigsten.

Aber was bringt eine starke CI eigentlich Kleinunternehmen im Speziellen?


Der spezielle Nutzen der CI für Kleinunternehmen

Der ganz offensichtliche Vorteil einer starken Corporate Identity: Sie als Kleinunternehmen können mit anderen, größeren Betrieben besser konkurrieren. Obwohl diese vielleicht über mehr Werbemittel und Kapital verfügen, stechen Sie mit einer guten CI hervor. Weil Sie klar und gut durchdacht nach außen auftreten und mit Kunden kommunizieren.

 

Die Corporate Identity umfasst mehrere Bereiche vom Design und Logo bis hin zum richtigen Verhalten gegenüber Kunden und Mitarbeitern.

 

Anders als viele Großunternehmen sprechen aber kleinere Betriebe oft auch ein Nischenpublikum an. Sie haben also als Betrieb viel eher eine ganz spezielle Zielgruppe. Oder eben mehrere spezielle Zielgruppen. Das zwingt Sie einerseits dazu, eine zu dieser Zielgruppe passende CI zu finden. Andererseits entsteht dadurch auch ein Vorteil: Sie können eine kreativere CI entwickeln und unkonventionellere Ideen einbringen. Denn Sie zielen ja vermutlich nicht auf die Masse ab und müssen daher auch nicht allen gefällig sein.

Wichtig: Verfallen Sie vor allem als junges Unternehmen nicht dem falschen Gedanken, sich über die CI erst mal keine Gedanken zu machen. Und denken Sie sich auch nicht, dass Sie grafische Arbeiten selbst übernehmen können, wenn Sie vorher noch nie mit einem Grafikprogramm gearbeitet haben. Denn nicht nur verheizen Sie mit einer solchen Denke höchstwahrscheinlich Geld für schlechte Werbung. Sie schädigen ohne CI schlimmstenfalls auch Ihr Image als Unternehmen. Einfach nur, weil Sie sich unprofessionell präsentiert haben. Und dieses Image lässt sich mitunter nur schwer wieder reparieren!

 

Das Erscheinungsbild

Corporate Design

Corporate Identity meint, dass Sie mit Ihrem Unternehmen einheitlich und überlegt nach außen auftreten. Und dass Sie damit ein Selbstverständnis transportieren. Dass Sie sich also auf eine bestimmte Weise konsequent selbst darstellen, bzw. präsentieren. Das Corporate Design zählt hierbei zu den wichtigsten Faktoren.

Das Corporate Design umfasst die Gestaltung von einem Logo für Ihr Unternehmen, Schriften, Visitenkarten, Briefpapier, anderer Werbung und einer Website (falls vorhanden). Aber auch etwa Arbeitskleidung sollte im Stil des Corporate Designs gestaltet werden. Wichtig ist, dass die Gestaltung aller Elemente einheitlich und klar ist. Befolgen Sie Richtlinien, die Sie vorher festlegen, stellen Sie sicher, dass sich ein Wiedererkennungswert für Kunden ergibt. Sie erzeugen über das Corporate Design eine Imagewirkung, die bestenfalls gewollte Assoziationen weckt. Und so geht’s:

 

Schritt für Schritt zum Corporate Design

  1. Möchten Sie ein (neues) Corporate Design kreieren, sollten Sie Ihre eignen Vorlieben in Sachen Design und Gestaltung eher zurückstecken. Natürlich muss Ihnen das Corporate Design gefallen. Es geht aber vor allem zunächst darum, zu schauen, was das eigene Unternehmen ausmacht. Welche Wirkung möchten Sie beim Kunden erzeugen? Und welche Gestaltung passt zu Ihrer Zielgruppe? Junge Menschen empfinden andere Sachen als ansprechend und schön, als ältere Menschen.
  1. Anschließend gilt es, eine oder mehrere bestimmte Farben auszusuchen. Diese sollten natürlich zu Ihrem Unternehmen passen. Oft sind dabei ganz simple Überlegungen die richtigen: Eine Gärtnerei wählt eher grüne und braune Farbtöne für ihr Corporate Design. Ein Lampengeschäft wirbt dafür eher mit Gelb oder Orange oder zumindest mit strahlenden Tönen. Das mag nicht immer zutreffen, die Idee dahinter sollte aber klar sein.
  1. Wählen Sie sich bestenfalls eine oder maximal zwei Schriftarten aus, die zu Ihrer Idee passen. Es gibt moderne, aber auch klassische Schriften, die ganz unterschiedlich wirken. Die Begrenzung auf zwei Schriftarten raten wir deshalb, weil ein zu wilder Mix meist unprofessionell wirkt und dem Auge nicht gerade schmeichelt. Achten Sie beim Mischen von Schriftarten, wenn Sie es tun, zumindest auf einige wichtige Details.
  1. Nun geht es daran, mit der ausgewählten Farbe und eventuell einer Schriftart ein Logo zu kreieren. Das Logo ist vielleicht das wichtigste grafische Erkennungszeichen. Es symbolisiert Ihre Geschäftstätigkeit und sollte einen hohen Wiedererkennungswert haben. Es kann jegliche Werbung sowie Ihre Arbeitskleidung, Ihr Geschäft, Briefköpfe usw. zieren.
  1. Der fünfte Schritt umfasst schließlich die Gestaltung jeglicher Elemente, die individuell für Ihr Unternehmen von Relevanz sind. Haben Sie ein Ladengeschäft, optimieren Sie die Einrichtung entsprechend des Corporate Designs. Möchten Sie ein großes Firmenschild vor dem Unternehmen, gestalten Sie dieses auch entsprechend. Und so weiter.

 

Design ist für den Erfolg jedes noch so kleinen Unternehmens wichtig. Die meisten Unternehmer sind sich darüber auch selbst im Klaren. Quelle Daten

Für alle Unternehmer gilt: Werben Sie konsequent im Stil des Corporate Designs! Flyer, Broschüren, Ihre Website, Visitenkarten – das alles sind Aushängeschilder für Ihr Image. Und natürlich sind auch Werbeartikel und klassische Give-aways im Firmendesign zu halten. Ob das nun Kugelschreiber sind, die Sie mit Ihrem Firmenlogo gravieren lassen, oder simple Gutscheine, die Sie in lokalen Zeitungen unterbringen – gestalten Sie einheitlich!

 

 

Corporate Behaviour

Ein weiterer Punkt der Corporate Identity ist die Corporate Behaviour. Im Gegensatz zum Corporate Design ist damit das Auftreten Ihres Unternehmens im nicht-visuellen Sinne gemeint. Es geht hierbei stattdessen darum, wie Sie und Ihre Mitarbeiter sich den Kunden, den Kollegen sowie etwa den Lieferanten gegenüber verhalten.

Wie Sie mit Ihren Kunden umgehen möchten, bestimmten Sie selbst. Ein höflicher, aufmerksamer Umgang sollte natürlich selbstverständlich sein. Es geht aber vielmehr darum, auf welcher Augenhöhe Sie Ihren Kunden beispielsweise begegnen möchte. Das wohl bekannteste schwedische Möbelhaus der Welt duzt seine Kunden, wie fast jeder weiß. Und macht damit einen familiären oder zumindest freundschaftlichen Eindruck. Nicht immer aber und nicht in jeder Branche ist das passend. Wichtig ist, dass sich Ihre Kunden wohlfühlen.

Falls Sie mit Ihrem Unternehmen online präsent sind: Auch der Umgang mit potenziellen Kunden etwa in den sozialen Netzwerken spielt eine wichtige Rolle. Verkaufen Sie sich hier nicht anders, als sonst. Andernfalls könnte es so wirken, als wollten Sie etwa "cool" sein, um im Web eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Bedenken Sie dann lieber zwei Mal, ob es überhaupt lohnt, in den sozialen Netzwerken aktiv zu sein.

Insbesondere die Kundenbetreuung auch nach einem Kauf oder Geschäftskontakt ist entscheidend. Damit Sie und Ihre Mitarbeiter dabei keine "Fehler" begehen, entwickeln Sie am besten Leitlinien für den Kontakt mit Kunden. Auch die Umgangsformen innerhalb Ihres Unternehmens sollten klar sein. Das Thema Hierarchie ist hier etwa zu bedenken.

 

Stolperfalle: Die Formalitäten

Es gibt bestimmte formale Anforderungen auch im Außenauftritt, auf die Sie im Rahmen der Corporate Identity somit zu achten haben. Die drei wichtigsten davon haben wir abschließend für Sie zusammengefasst:

  • Informationspflicht

Erbringen Sie mit Ihrem Unternehmen Dienstleistungen aus bestimmten Bereichen, sind Sie gemäß der Verordnung über Informationspflichten für Dienstleistungserbringer (DL-InfoV) verpflichtet, etwa Informationen im Impressum Ihrer Website zu geben. Sorgen Sie hier für Transparenz und schützen Sie damit die Dienstleistungsempfänger ist auch dies Teil der Corporate Identity.

 

  • Geschäftsbriefe

Auf Geschäftsbriefen dürfen, neben dem Firmennamen und der Anschrift, bestimmte Angaben nicht fehlen. Beachten Sie das als Teil der CI. Gleiches gilt auch für (elektronische) Rechnungen, die nach einer erbrachten Leistung gestellt werden.

 

  • Preisangaben

Auch Preisangaben sind ein wichtiger Bestandteil der CI. Sie sollten für Kunden stets verfügbar und klar zu erkennen sein. Andernfalls verkaufen Sie sich als unseriös und undurchsichtig. Sie sollten nicht nur den Unterschied zwischen End- und Grundpreis kennen. Wissen darüber, welche Angaben etwa bei Preisangaben für Rabattaktionen mit durchgestrichenen Preisen gelten, ist genauso wichtig. Hier gilt nämlich: Sie müssen angeben, mit welchem Preis Sie den neuen Preis vergleichen. Einem ehemaligen Verkaufspreis oder der Empfehlung des Herstellers.

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