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    Risikoaffin oder risikoavers - Was dieser Persönlichkeitszug für das Leben bedeutet?

Risikoaffin oder risikoavers - Was dieser Persönlichkeitszug für das Leben bedeutet?

Einfach mal was riskieren, um es im Job oder beim Sport weiter zu bringen – wahrscheinlich hat sich jeder so etwas schon vorgenommen. Und eventuell liegt ein wenig mehr Risikofreude ja auch schon als guter Vorsatz für das neue Jahr in der Schublade.

Pünktlich zum Jahreswechsel werden erfahrungsgemäß ja sehr gern Vorsätze ins Auge gefasst um die man bisher eher einen großen Bogen gemacht hat. Mehr Risiko wagen und etwas erreichen – also ist ein aufs Ganze gehen immer positiv?

In der Praxis kann sich Risikoaffinität schnell zum Gegenteil entwickeln. Statt das gewünschte Ziel zu erreichen, stellt sich die betroffene Person im Job aufs Abstellgleis. Vorstürmen und sich in den Mittelpunkt drängen kommt bei Kollegen selten gut an. Oder das Setzen auf Bluechips an der Börse hat sich doch nicht als der große Wurf entpuppt. Wäre es nicht besser gewesen, die Zügel etwas fester anzuziehen – und vielleicht etwas zurückhaltender zu agieren? Wer fährt am Ende im Alltag besser?

 

Ying & Yang: Draufgänger oder übervorsichtig


Risikoaffin sind Menschen, die sich Herausforderungen nicht nur stellen sondern diese gezielt suchen. Ein gefährliches Hobby oder der regelmäßige Besuch im Casino sind nur ein Ausdruck für diese Bevölkerungsgruppe. Wer risikoaffin ist, steht auch im Job gern mal im Vordergrund. Es wird auch häufig vom Draufgänger gesprochen.

Das komplette Gegenteil sind Menschen mit einer Risikoaversion. Hier ist eher Zurückhaltung gefragt. Klassische Hobby und eine eher konservative Einstellung beim Thema Geldanlage sind zwei Aspekte, an denen eine risikoaverse Haltung zu erkennen ist. In bestimmten Situationen reagieren solche Menschen fast schon übervorsichtig. Wer kommt eigentlich besser durchs Leben? Am Ende kommen beide ans Ziel – aber auf unterschiedlichen Wegen.

 

Investment: Wer fährt besser?


Ein Alltagsbereich, in dem Risikofreude und Risikoaversion eine Rolle spielen, sind Geldanlagen. Wer im Alter nicht zu Ruheständlern gehören will, die in Armut leben – ein Problem, das bereits heute hunderttausende Senioren laut Tafel trifft – muss Geld zurücklegen. Im Sparstrumpf unterm Kopfkissen wird daraus aber nicht mehr. Lange galten:

  • Sparbuch
  • Kapital-Lebensversicherung
  • Tagesgeld

als Klassiker, um sicher und mit vernünftigen Zinsen zu sparen. Inzwischen lässt sich damit so gut wie nichts mehr verdienen.

Also doch auf Aktien setzen? Warum nicht gleich noch größere Geschütze auffahren und mit:

  1. CFDs
  2. Optionen
  3. Forex
  4. Zertifikate

handeln. Hebelprodukte, die sich von anderen Finanzwerten ableiten – und hohe Gewinne erzielen. Das Problem: Hier gibt’s ein hohes Risiko mit auf den Weg. Es kann durchaus passieren, dass sich Märkte nicht wie gewünscht entwickeln – und Teile des Anlagekapitals anschließend einfach weg sind.

Zuviel Risiko verführt zu falschen Anlageentscheidungen. Hier noch einen Prozentpunkt mehr Rendite, da 10 Euro Gewinn zusätzlich – Risikoaffinität kann verlustreich sein. Es gibt nicht ohne Grund den Spruch: Gier frisst Hirn. Komplett ohne Risiko wird es allerdings nicht gehen. Eine Studie des Bankenverbands Anfang 2019 belegt die Unzufriedenheit mit der Performance aktueller Geldanlagen.

Letztlich kommt es auf die richtige Mischung an. Wer es riskant wertschätzt, muss auf spekulative Anlagen nicht verzichten. Allerdings sollte hier immer einer gesunden Risikostreuung treu geblieben werden. Derivate machen nur einen kleinen Teil der Geldanlage aus. ETFs oder Immobilien können eine interessante Komponente im Portfolio sein, um ein Sicherheitsnetz aufzuspannen.

Übrigens: Eine Studie des DAI, auf welche sich unter anderem der  Kölner Stadt-Anzeiger  beruft, legt geschlechterspezifische Unterschiede bei der Risikobereitschaft nahe. Unter den Aktionären sind demnach deutlich mehr Männer als Frauen.

 

Allgemeiner Umgang mit Finanzen: Leben am Limit oder mit sicherer Reserve?


Mehr Mut zum Risiko drückt sich nicht nur beim Thema Geld anlegen aus. Auch, wenn es um das Ausgeben von Geld geht, sind Unterschiede zu spüren. Vorsichtige Verbraucher, die eher eine risikoaverse Grundhaltung haben, sorgen vor. Heißt: Es wird lieber Geld auf die Kante gelegt und jede Ausgabe gründlich abgewogen. Der Vorteil: Unvorhergesehene Ereignisse haben nicht ganz so dramatische Auswirkungen – zumindest, wenn es um den rein finanziellen Aspekt geht.

Der risikoaffine Typ dreht nicht jeden Euro zweimal um. Es darf sich doch ruhig auch mal was gegönnt werden. Schließlich führt der morgendliche Weg ins Büro doch nicht ohne Grund dahin. Wer Geld hat, darf es ruhig auch ausgeben. Mitunter geht dies aber zu weit. Es werden:

  • mehrmals im Jahr Reisen unternommen
  • im Wohnzimmer steht ein XXL Flatscreen
  • einmal im Monat geht’s in die Spielbank
  • gutes Essen wird besonders wertgeschätzt.

Zugegeben – diese Haltung wurde gerade etwas übertrieben dargestellt. Risikoaffine Verbraucher können beim Thema Finanzen durchaus den einen oder anderen Fehler machen.

Gerade vor Weihnachten winken wieder 0 Prozent Finanzierungen. Warum nicht auf Pump einkaufen, es wird schon alles gut gehen. Schuldnerberater und Verbraucherzentralen warnen vor so leichtfertigen Ansichten. Haushalt stellen damit die Weichen in Richtung Überschuldung. Und diese „Fehltritte“ passieren über das gesamte gesellschaftliche Spektrum – vom Angestellten im öffentlichen Dienst, welcher zur Mittelschicht gehört bis in die Upper Class.
 

Freizeitbeschäftigungen: Abenteuer vs. Sicherheit


Risikoaffinität führt schnell zu kritischen Anlageentscheidungen und trägt nur bedingt zu einem nachhaltigen Umgang mit den verfügbaren Finanzen bei. Macht sich diese Grundhaltung als Charakterzug auch in der Freizeit bemerkbar? Ja, eine gewisse Risikofreude hat in den letzten Jahren diverse Trendsportarten entstehen lassen. Offensichtlich ist das Ganze unter anderem bei:

  1. Bungee-Jumping
  2. Paragliding
  3. Downhill
  4. Motorsport

In allen Bereichen sind Überwindung und Nervenkitzel Grundvoraussetzungen, um am Ball zu bleiben. Radfahren, Wandern oder Bowling wirken da schon fast wie ein Altherren-Sport.

 

Der Nervenkitzel muss nicht immer körperlich sein


Es gibt natürlich auch Freizeitbeschäftigungen, die einen großen Nervenkitzel versprechen und trotzdem nichts mit Extremsport zu tun haben müssen. Gute Beispiele sind hierbei E-Sports auf hohem Level oder auch Glücksspiele. Gerade der Besuch in einer Spielbank oder einem Online-Casino kann den besonderen Kick bieten, da ja schließlich um echtes Geld gespielt wird. Die hohe Gewinnchance in Verbindung mit dem Risikofaktor sorgt dafür, dass risikoaffine Menschen sich im Flow befinden.

Hierbei sollten Interessierte gerade im Online-Bereich aufpassen, sich vorher die Anbieter genau anzuschauen. Passende Vergleichsportale helfen dabei, seriöse und faire Online-Casinos zu finden. Dazu gehört ein Blick auf die Lizenz, die Bonusbedingungen und auch die Zahlungsmöglichkeiten.

 

Risiko ist auf Reisen ein Thema


Auch, wenn es ums Verreisen geht, ist eine klare Trennung zu erkennen. Risiokoaverse Charaktere werden sich wahrscheinlich für den Wanderurlaub in den Alpen, einen Städtetrip oder den Strandurlaub entscheiden.

Beim Hang zu etwas mehr Risiko darf es auch schon richtige Outdoor-Action sein. Mit dem Jeep ins Outback oder eine Rucksack-Tour direkt durch den Dschungel Südostasiens sind hier genau richtig.

Allerdings darf nicht unterschätzt werden, dass ein Kitzeln in der Magengrube den Reiz ausmacht, Risikosucht allerdings schnell gefährlich wird. Ein Punkt, über den sich jeder Risikofreund klar sein muss. Die Sicht aufs Risiko macht sich nicht nur beim Sport nach Feierabend bemerkbar.

 

Fazit: Mut zum Risiko zeigt sich in Beruf und Freizeit


Geh aufs Ganze – wer nach diesem Motto lebt, verbringt sein Leben auf der Überholspur. Und erlebt hier sicher einige Ups, dürfte sich manchmal aber auch mitten in einer rasanten Talfahrt wiederfinden. Risikoaffinität zeigt sich in alltäglichen Lebensbereichen auf sehr unterschiedliche Weise. Diese Einstellung kommt unter anderem bei spekulativen Anlageentscheidungen zum Ausdruck – oder wenn spontan einfach ein neuer Fernseher gekauft wird. Und in gewisser Weise kann ein gewisser Hang in diese Richtung positiv sein, etwa beim Ergreifen von Gelegenheiten und Chancen. Aber: Risiko heißt auch, sich Gefahren auszusetzen. Und manchmal geht es nicht alles so glatt. Wer mit einer gewissen Risikofreude unterwegs ist, muss auch mit Niederlagen leben können.

 

Bildquellen:

Bild 1: © Orlando Florin Rosu – 178806880 / Adobe Stock

Bild 2: © Orlando Philipimage – 275042718 / Adobe Stock

 

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