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Schulden: Finanzielles und gesundheitliches Risiko

Schulden sind in erster Linie ein finanzielles Problem, aber mit Schulden oder einer drohenden Verschuldung hängt in der Regel auch ein sehr starker psychologischer Druck zusammen.

Im Fall der Fälle kommt zur finanziellen Bewältigung der Schuldenlast leider oft noch die Bewältigung psychologischer Probleme hinzu. Je höher der Schuldenberg oder je unvermeidlicher die nahende Verschuldung zu sein scheint, desto größer ist auch die Existenzangst.

SCHULDENLAST WIRD ZUR EXISTENZANGST

Existenzielle Ängste bedeuten ein konstantes, oftmals sehr bedrückendes Stressgefühl im Alltag und gehen zu allem Übel auch noch häufig mit schweren Selbstzweifeln und dem Gefühl im Leben gescheitert zu sein einher. Wer dieses Gefühl einmal kennengelernt hat und es überwunden hat möchte nie wieder dahin zurück.

Aber wie überwindet man dieses Gefühl und wie kommt man aus der Schuldenfalle und dem psychologischen Tief wieder heraus? Das Problem ist, dass grade dann, wenn die Not am dringlichsten ist und man sich unbedingt aus der Schuldenfalle befreien sollte, um nicht noch tiefer in der Verschuldung zu versinken und ernsthafte gesundheitliche Probleme zu riskieren – ausgerechnet dann – spielt einem die eigene Psyche einen Streich und der Weg zum Briefkasten wird immer länger, das Öffnen der Briefe zu einer unüberwindbaren Herausforderung und die Angst vor Schlimmerem lähmt einen am Ende völlig.

Das vielleicht Fatalste und Gesundheitsschädlichste an der Situation ist allerdings die Scham und der daraus resultierende Rückzug aus sozialen Beziehungen. Wer sich schämt meidet soziale Kontakte und entzieht sich Stück für Stück den wichtigen und haltgebenden Beziehungen zu Freunden und Familienmitgliedern. Im Extremfall bis zu dem Punkt an dem der Gerichtsvollzieher der einzige soziale Kontakt ist.

Dabei ist ein Schuldner eigentlich gar nicht allein: geschätzt sind ca. 3 Millionen Haushalte in Deutschland betroffen. Und ca. 4 von 10 Verschuldeten leiden an psychischen Problemen. Diese Probleme drücken sich im Regelfall in Selbstwertproblematiken, Depressionen, Angstzuständen und dem gesteigerten Konsum von gesundheitsschädlichen Genussmitteln aus.

SCHULDENFALLE: EIN TEUFELSKREIS

Wenn man jetzt nicht alles Mögliche tut, um wieder aus der Schuldenfalle zu kommen, dann wird es leider immer gefährlicher, weil man droht immer weiter in einen Teufelskreis zu geraten. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen psychischer Belastung und Verschuldung: Schulden können psychische Probleme bewirken und psychische Probleme steigern die Herausforderung sich aus der Verschuldung zu befreien.

Also was gilt es zu tun? Die gute Nachricht: so bedrohlich und herausfordernd die Situation auch zu sein scheint, sie ist gewiss nicht ausweglos!
 

3 SCHRITTE AUS DEM TEUFELSKREIS

1. Selbsterkenntnis

Allen Mut zusammen nehmen und sich eingestehen, dass man finanziell gescheitert ist und sich etwas ändern muss! Das Bekenntnis und ein Eingeständnis sind der erste Schritt raus aus der psychischen Belastung und die Voraussetzung sich aus der Schuldenfalle befreien zu können. Wenn man sich der eigenen Scham stellt und eine klare Entscheidung trifft etwas an der eigenen Lebenssituation ändern zu wollen,  dann spürt man wie sich neue Kräfte einstellen und ein neuer Motivationsschub Aufwind gibt. Jetzt gilt es: das Momentum nutzen!

2. Soziale Kontakte

Der vielleicht wichtigste Schritt zur Verhinderung von psychischen Folgeschäden durch eine Verschuldung ist die aktive Pflege sozialer Kontakte! Man muss sich unbedingt einen Ruck geben, die eigene Scham überwinden und den engen Kontakt zu Freunden und Familie suchen. Das offene und ehrliche Reden über die eigenen Probleme und die aktuelle Situation sind in so einer schwierigen Phase überlebensnotwendig. Wenn man das Gefühl hat, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen, kann guter Rat von anderen Personen extrem hilfreich sein.

3. Hilfe suchen!

Wichtig! Wer es trotz aller Bemühungen nicht schafft, sich mit eigener Kraft aus der Verschuldung und der daraus resultierenden psychischen Druck-Situation zu befreien, sollte bitte professionelle psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Mit psychischen Folgeschäden ist nicht zu spassen!!! Wenn der Rat von Freunden und Familie nicht ausreicht, dann sollte man sich unbedingt von einem Profi beraten lassen, um schnell Symptome der Angstzustände und Depressionen zu minimieren und langfristig gesund zu werden.

 

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