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    Schwarzfahren als Couchpotato tunlichst unterlassen

Schwarzfahren als Couchpotato tunlichst unterlassen

Gerade aufgestanden – und das auch noch mit enormer Verspätung, weil der Wecker, dem ich seit 10 Jahren hörig bin, ausgerechnet heute nicht geklingelt hat.

Naja, wie das dann immer so läuft – wenn der Tag schon so beginnt, dann greift auch mal gerne die allseits bekannte morgendliche Weisheit „Wer einen nicht funktionierenden Wecker hat, der braucht keine Feinde!“ Gut vielleicht nicht so bekannt, aber auf jeden Fall zutreffend! Mit leerem Magen losgehen – das würde schlussendlich den kompletten Tag ruinieren bevor er überhaupt beginnen konnte – aber ein schneller Toast zwischen nicht funktionierendem Wecker und Tür muss einfach sein!

Untrainierte Sprints

Gerade so noch schwerfällig den S-Bahnhof erreicht – nur die Zeit scheint einem einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Die abendliche Ration Chips lässt sich langsam in meiner Laufleistung blicken und ist drauf und dran, aus mir einen professionellen Kriecher zu machen. Ein Blick auf die Uhr, anschließend auf die Anzeige der einfahrenden Züge und eines wird klar: Ich habe die Wahl zwischen Pest und Cholera – oder genauer gesagt die Wahl zwischen einem Tobsuchtsanfall meines leicht cholerischen Chefs oder dem Bahnfahren ohne Ticket mit der Aussicht auf einen untrainierten Sprint (bei dem die Chance auf Erfolg mit 20:80 zu Gunsten des Kontrolleurs ausfallen würde).

Entscheidung gefallen: Der eventuelle Frühsport wird dem cholerischen Chef vorgezogen und die Bahnfahrt kann beginnen. Und wie es dann immer kommt….Richtig!!!! Natürlich konnte dieser Tag von Anfang an schon mit den Worten „Glück gehabt“ nicht im Geringsten etwas anfangen. Der Kontrolleur bahnt sich schon einen Weg durch die auf einmal unheimlich kurz erscheinenden Gänge. Gedanklich werden die Speedy Gonzales-Schuhe angezogen und ein lauter Startschuss im linken Ohr wirft mich in Sekundenschnelle auf die Laufbahn. TÜR AUF UND JETZT LAUFEN! Die ersten 20 Meter sehen noch hoffnungsvoll aus, doch der Abstand zwischen mir und dem mir folgenden Kontrolleur (der mindestens doppelt so lange Beine hat) wird immer kleiner bis ich nach dem Erreichen meiner Spitzengeschwindigkeit nach 30 Sekunden übermannt werde. Die Speedy Gonzales-Schuhe sind eindeutig zu klein und somit hatte ich von Anfang an keine Chance.

Und was bleibt ist ein hochroter Kopf aus Schamgefühl und dem Ergebnis aus 3 Jahren professionellem Couching gepaart mit unterirdischer Unsportlichkeit und ein zusätzlich cholerischer Chef (denn pünktlich kam ich natürlich auch nicht)! Hätte ich doch einfach mal mehr Fitness gemacht, hätte der Kontrolleur nicht die geringste Chance gegen mich gehabt. Oder einfach: Hätte ich doch einfach ein Ticket gekauft!

 

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