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    So finanzieren sich Selbstständige

So finanzieren sich Selbstständige

Banken bieten Selbstständigen zwei grundsätzliche Arten an Krediten an: Betriebsmittelkredite und Investitionskredite. Sie unterscheiden sich beim Finanzierungszweck. Einen Sonderfall bilden Gründerkredite, die beides vereinen. Bei allen Typen ist es wichtig, dass Unternehmer die Angebote zahlreicher Banken miteinander vergleichen. Nur auf diese Weise sichern sie sich die günstigste Finanzierung.

Der Betriebsmittelkredit: Sicherung der Liquidität

Unternehmen verzeichnen ständige Ausgaben und Einnahmen, dazwischen können sich Finanzierungslücken ergeben. Ein vereinfachtes Beispiel: Ein Händler kauft Waren und muss diese bezahlen. Die Einnahmen erzielt er erst nach und nach. Diese Lücke schließt er mit einem flexiblen Betriebsmittelkredit, den es in mehreren Varianten gibt. Verbreitet sind Kontokorrentkredite, die ähnlich wie ein privater Dispokredit funktionieren. Firmen können ihr Girokonto bis zu einer bestimmten Obergrenze überziehen. Zinsen fallen tagesaktuell für die konkrete Überziehungssumme an. Es kommt auch ein Abrufkredit infrage. Dieser fungiert als separate Kreditlinie: Benötigen Selbstständige Geld, können sie einen gewissen Betrag abrufen. Die Bank überweist die Summe auf das Geschäftskonto. Anschließend tilgen die Kreditnehmer mit monatlichen Raten. 

Alternativen für die kurzfristige Finanzierung

Selbstständige können die Liquidität auch ohne Banken sichern, vielfältige Informationen dazu finden sich auf www.gruendercheck.com/thema/kredit. Sie können beispielsweise ihre Forderungen per Factoring übertragen. Diese stellt ein Großteil der Rechnungssummen sofort zur Verfügung, Unternehmer müssen nicht auf den Zahlungseingang warten. Eine weitere Option sind Lieferantenkredite. Im gewerblichen Handel hat sich ein Zahlungsziel von 30 Tagen etabliert, in diesem Zeitraum profitieren Käufer von einem kostenlosen Kredit. Verantwortliche sollten aber exakt prüfen, ob sich das lohnt. Meist erhalten sie einen Skonto, wenn sie sofort bezahlen. Das erweist sich meist als vorteilhafter. 

Investitionskredit: Gezielt Investitionen fördern

Ein Investitionskredit bezieht sich auf eine klar umrissene Investition: Die Investitionssumme und die Kreditsumme sind identisch. Die Laufzeit gleicht im Regelfall der steuerlichen Abschreibungsdauer. Investionskredite eignen sich unter anderem für den Kauf einer gewerblichen Immobilie, für die Anschaffung von Maschinen oder die Finanzierung von Geschäftsautos. Vielfach gehen sie mit einem Festzins einher, während sich die Zinssätze von Betriebsmittelkrediten jederzeit ändern können. 

Gründerkredite: Mischung aus Betriebsmittel- und Investitionskredit

Bei Gründerkrediten verfügen Selbstständige oft über eine größere Freiheit: Sie können das Geld sowohl für die laufende Finanzierung als auch für Investitionen verwenden. Das gilt zum Beispiel für die beliebten Gründerkredite der öffentlich-rechtlichen KfW-Bank, die mit einer liberalen Kreditvergabe und niedrigen Zinssätzen überzeugen.

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